Service-Navigation

Suchfunktion

Teilhabegespräch

Das Teilhabegespräch hat einen hohen Stellenwert im Rahmen der Beschäftigung und der Inklusionsvereinbarung schwerbehinderter, ihnen gleichgestellter und behinderter Menschen. Es dient dazu, eine Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, zu erhalten, zu verbessern und möglichst auf Dauer zu sichern.

Das Angebot eines Teilhabegesprächs ergibt sich aus dem in der SchwbVwV verankerten Anspruch auf eine behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes. Dort steht in Abschnitt 4 zum Stichwort „Arbeitsbedingungen“:
„Die schwerbehinderten Menschen haben gegenüber ihren Arbeitgebern Anspruch auf behinderungsgerechte Einrichtung und Unterhaltung der Arbeitsstätten einschließlich der Betriebsanlagen, Maschinen und Geräte sowie der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsumfeldes, der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit (…) sowie auf Ausstattung ihres Arbeitsplatzes mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen...“

Die Schulleitung kann diesem Auftrag nur nachkommen, wenn sie mit den betroffenen Lehrkräften über die Arbeitsbedingungen spricht.
Ziel des Gespräches ist es, dass die Schulleitung Einblick erhält in die Arbeitssituation der Lehrkraft, und zwar sowohl in vorhandene Fähigkeiten, Kenntnisse und Potenziale als auch in möglichen Unterstützungsbedarf. Außerdem soll bei Schwierigkeiten gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.
In einem Protokoll werden die Vereinbarungen festgehalten, z. B. Vereinbarungen zu Deputat und Stundenplan, zu Mehrarbeit, Vertretungen, Aufsichten, Pausen, außerunterrichtlichem Unterricht.

Das Gespräch sollte nach Bekanntwerden einer Behinderung und danach einmal jährlich, am besten vor der Deputatsplanung des kommenden Schuljahres stattfinden.

Das Teilhabegespräch ist auch ein zentraler Bestandteil der Inklusionsvereinbarung (siehe Punkt 4.2.1.) zwischen Schulleitung, Personalrat und Örtlicher Vertrauensperson. Hier wird sogar der Geltungsbereich für das Angebot eines Teilhabegespräches auch auf Lehrkräfte mit einem GdB von 30 und 40 ausgedehnt.
Die Schulleitung verpflichtet sich hier ausdrücklich, ein Teilhabegespräch anzubieten. Die Lehrkraft hat auch die Möglichkeit, dieses Angebot abzulehnen, weil sie z. B. das Gespräch nicht für notwendig hält.

Aufgaben der Vertrauensperson der Schwerbehinderten:

  • Die Vertrauensperson wacht darüber, dass die Schulleitung den betroffenen Lehrkräften das Teilhabegespräch anbietet.
  • Sie unterstützt die Lehrkraft bei der Vorbereitung des Gespräches.
  • Sie nimmt auf Wunsch am Gespräch teil.
  • Sie sucht das Gespräch mit der Schulleitung, wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden.

Muster für ein Anschreiben der SBV bezüglich des Teilhabegesprächs
Muster für ein Protokoll des Teilhabegesprächs

Fußleiste